Wohnraum hoch 2 Artikel - Zielsdorf Massivhaus

Wohnraum hoch 2

Kosten sparen dank Doppelhaus

Wohnraum hoch 2

Das doppelte Lottchen. Doppelhäuser sind kein neuer Trend, sie bestehen aus zwei (fast) baugleichen Häusern, die häufig gespiegelt unmittelbar nebeneinander gebaut werden. Getrennt werden die Häuser durch separate Hauseingänge – oder auch Treppenaufgänge. Damit ein hoher Lärmschutz beim engen Zusammenwohnen gewährleistet ist, wird die Trennwand häufig sehr dick ausgelegt und mit einem optimalen Schallschutz versehen. Architektonisch ist man bei einem Doppelhaus nicht eingeschränkt, zahlreiche Stilrichtungen sind möglich. Plant man das Haus von Beginn an mit dem zukünftigen Nachbarn, sollte man sich natürlich über die Architektur einig sein. Die beiden Hälften des Doppelhauses können sich auch voneinander unterscheiden, zum Beispiel indem eine Seite über einen Wintergarten oder gar einen anderen Grundriss verfügt. Nur beim geteilten Dach sollte man sich einig sein, die gängigen Formen sind hier ein Pultdach, Satteldach oder auch Flachdach. Mehr über Dachformen erfahren Sie in unseren Blog-Beiträgen zum Thema Dach (Teil 1 und Teil 2). 

 

Wie bei den meisten Bauarten hat auch das Doppelhaus Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil sind die Kosten: Denn beim Doppelhaus lassen sich häufig Kosten sparen. So werden Nebenkosten oder Grundstückskosten mit dem Nachbarn geteilt – oder durch Miete abgezahlt. Durch den minimierten Außenwandanteil entstehen zudem geringere Heizkosten, zusätzlich kann die Heizungsanlage geteilt werden. Genauso ist es bei Anschaffungen wie einer Solaranlage oder einem Pool. Auch die Einsparung der zusätzlichen Außenwände ist ein positiver Kostenfaktor – und reduziert die Baukosten für die Fassade um ca. 25 Prozent. Das lohnt sich. 

 

Nachteil beim Doppelhaus ist zum einen die reduzierte Tageslichtzufuhr durch die Trennwand und natürlich das erhöhte Konfliktpotential: Wohnraum und Garten liegen schließlich eng mit dem des Nachbarn zusammen. Wird das Doppelhaus gemeinsam geplant, ist eine gute und offene Absprache das A und O. Vertrauen, gegenseitiger Respekt und eine grundsätzliche Redebereitschaft, um Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen, kann heute gerade bei Hausbauern erwartet werden. 

 

Zu achten ist bei der Planung eines Doppelhauses auf einiges: Das Grundstück muss natürlich für diese Bauform zulässig sein. Wenn Sie zusammen mit einer anderen Partei bauen, sollte der Bau bestenfalls zeitgleich starten. Zusätzlich sollte die Nutzung der gemeinsamen Hausanschlüsse vertraglich festgelegt werden – so steht dem harmonischen Zusammenleben nichts mehr im Wege. Das Doppelhaus eignet sich hervorragend für jeden, der Lust auf enge Nachbarschaft hat, Geld sparen möchte oder direkt mit dem Hausbau eine Einnahmequelle schaffen möchte.